Geldanlage

Aktien waren gestern - hier kommen fünf unkonventionelle Geldanlagen

Lesezeit: 2 min
23.09.2022 10:32
Nicht immer müssen profitable Investments nur an der Börse vorhanden sein.
Aktien waren gestern - hier kommen fünf unkonventionelle Geldanlagen
Auch Münzen können sich als Wertanlage eignen. (Foto: Pixabay)

Wie sollte man sein Kapital gerade in hoch inflationären Phasen wie diesen schützen? Das Sparbuch ist meist nicht die richtige Antwort. Wohl aber Aktien, ETFs und sonstige Sachanlagen. Dennoch sind die nachweislich rentablen Investments vielen zu riskant. Was aber lässt sich dann noch unternehmen, um möglichst ohne Geldverluste durch mehr als 8%ige Inflationszeiten zu manövrieren? Vielleicht liegt die Antwort in den folgenden fünf unkonventionellen Anlagen.

Nummer 1: Briefmarken

Was auf den ersten Blick eher öde und eingestaubt klingen mag, entpuppt sich bei näherer Betrachtung nach wie vor als taugliches Investment. Voraussetzung ist natürlich eine gewisse Expertise, ohne die es aber auch in anderen Bereichen der Geldanlage nicht wirklich funktioniert. Oftmals handelt es sich bei wertvollen Briefmarken um seltene Raritäten. Das bekannteste Beispiel dürfte wohl die sogenannte “Blaue Mauritius” sein, deren Wert sich schätzungsweise auf knapp eine Million Euro beläuft. Sonderlich überraschend ist das nicht, befinden sich doch nur noch zwölf Exemplare im Umlauf. Eine davon soll übrigens der verstorbenen Queen Elizabeth II. gehört haben.

Nummer 2: Armbanduhren

Klar, kaum jemand kann sich mal eben so eine Rolex leisten. Dennoch gelten Luxusuhren vor allem unter Sammlern als probate Geldanlage, mit denen sich nicht selten Preise erzielen lassen, die deutlich über dem eigentlichen Marktwert liegen. Es kommt auch hier auf unterschiedliche Faktoren an, um letztlich Gewinne einzufahren. Unabdingbar sind natürlich Expertenwissen rund um das jeweilige Modell sowie ein Gespür dafür, was aktuell angesagt ist und was nicht. Wichtig ist zudem, die Armbanduhren stets fachgerecht aufzubewahren.

Nummer 3: Weine

Nicht jeder kann vielleicht der Versuchung eines edlen Tropfens widerstehen und trinkt den Wein lieber selbst als ihn erst zu lagern, um dabei auf Wertsteigerungen zu hoffen. Wer sich dennoch für die zweite Variante entscheidet, kann unter Umständen wirklich gutes Geld verdienen. Das wird in den allermeisten Fällen jedoch eine große Portion Geduld abverlangen. Bekanntlich wird Wein besser und auch wertvoller, je älter er ist. Daneben kommt es aber auch auf den Winzer, die Art der Traube oder den Jahrgang an, die allesamt über den Wert eines guten Weines bestimmen.

Nummer 4: Münzen

Eine gewöhnliche Euro Münze wird nur äußerst selten mehr als den Nennwert einbringen. Trotzdem lohnt es sich allemal, im Portemonnaie genauer hinzusehen. Insbesondere für Fehlprägungen oder Münzen aus Zwergstaaten wie Monaco und dem Vatikan werden von Sammlern gerne hohe Summen bezahlt. Und auch einige seltene D-Mark-Münzen dürften für ein Vielfaches ihres eigentlichen Nennwertes gehandelt werden.

Nummer 5: Diamanten

Sie gelten als noch wertvoller als Gold, sind aber auch nur schwer aufzufinden - echte Diamanten. Mit dem richtigen Schliff lässt sich mit ihnen eine Menge Geld verdienen. Mit wie viel man ungefähr rechnen kann, lässt sich anhand des sogenannten 4C-Prinzips bestimmen. Dabei wird das Gewicht, die Reinheit, der Schliff sowie die Farbe des Diamanten bewertet. Insgesamt ist diese Assetklasse jedoch nur etwas für Experten, da jede Menge Fachwissen benötigt wird.

Was sich festhalten lässt

Wer den Blick einmal von den herkömmlichen Geldanlagen abwenden und sich gen der vorgestellten Alternativen orientieren möchte, kann damit durchaus gute Renditen generieren. Absolute Voraussetzung hierfür sind jedoch der Spaß an der Sache zum einen sowie ein möglichst exklusives Fachwissen zum anderen.

***

Tim Krupka interessiert sich leidenschaftlich für das Thema Finanzen und Geldanlage an der Börse. Als freiberuflicher Autor unterstützt er das ANG-Team nun mit fundierten Berichten über alles, was dem eigenen Vermögen echten Mehrwert liefert.

 

ANG
Börse
Börse Rekordverlust für Staatsfonds - Warnsignal für Aktienrente

Die Rekordverluste des norwegischen Staatsfonds bleiben auch hierzulande nicht unbeachtet.

ANG
Börse
Börse Zocker oder Spießer? So ticken die Wertpapiersparer

Im Auftrag von Union Investment hat das Marktforschungsinstitut Kantar 2.000 Sparer in Deutschland, die Wertpapiere und Aktien besitzen, zu...

ANG
Karriere
Karriere Gender Pay Gap: Fakt oder Fiktion?

Frauen könnten bis zu 7 Prozent weniger verdienen als Männer, besagt eine neue Analyse des Statistischen Bundesamts. Ist die Ursache...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Frauen und Altersarmut - Wie können Sie vorbeugen?

Viele Frauen leben auch nach Jahrzehnten der Erwerbstätigkeit am Existenzminimum. Doch was sie dagegen unternehmen?

ANG
Geldanlage
Geldanlage Finanzinvestoren investieren 2022 weniger in deutschen Mittelstand

Die Management-Buy-Outs sind im letzten Jahr deutlich zurückgegangen.

ANG
Geldanlage
Geldanlage Bankenkrise: Warum Geld auf dem Konto nicht sicher ist

Banken erwecken gerne den Eindruck, Geld auf Konten sei sicher. Doch stimmt das?

ANG
Vorsorge
Vorsorge Altersvorsorge: Warum das Abdriften in die Planwirtschaft gefährlich ist

Steuern und Bürokratie wachsen in Deutschland immer weiter. Das werde den Lebensstandard der Rentner drücken und die Altersarmut...

ANG
Börse
Börse Studie: Nur wenige deutsche Aktien schaffen hohe Werte für Anleger

Viele deutsche Aktien brockten Investoren in den vergangenen 20 Jahren Verluste ein - darunter prominente Namen. Den Löwenanteil der...