Vorsorge

Kfz-Versicherung: Weniger fahren, weniger zahlen

Lesezeit: 3 min
12.12.2022 14:12  Aktualisiert: 12.12.2022 14:12
Versicherte können zum Jahresende Beiträge der Kfz-Versicherung sparen. Laut einer Berechnung kann rasch eine dreistellige Summe zusammen kommen.
Kfz-Versicherung: Weniger fahren, weniger zahlen
Eine Kfz-Versicherung zahlt für Schäden, die einem Dritten durch den Betrieb eines Autos entstehen. (Foto: iStock.com/AndreyPopov)
Foto: AndreyPopov

Die jährliche Fahrleistung beeinflusst den Beitrag zur Kfz-Versicherung deutlich. Das hat eine Analyse des Vergleichsportals Check24 ergeben. Wer demnach mit einem PKW bloß 12.000 statt der erwarteten 16.000 Kilometer fährt, zahlt im Schnitt 16,3 Prozent weniger.

„Haben Verbraucher innerhalb der Versicherungslaufzeit weniger Kilometer mit dem Auto zurückgelegt als erwartet, sollten sie das ihrem Versicherer melden“, sagt der Mitarbeiter Michael Roloff. „Häufig erstatten Versicherer zu viel gezahlte Beiträge rückwirkend.“

Jahreskilometer genau schätzen

Der durchschnittliche Beitrag sinkt laut der Analyse etwa bei den untersuchten Vollkaskoversicherungen stufenförmig (siehe Bild). Viele Versicherungen nutzen laut Check24 nämlich einheitliche Kilometergrenzen bei der Beitragsberechnung.

Versicherte sollten darum die Fahrtdistanz nicht zu großzügig schätzen. „Verbraucher müssen aber in jedem Fall wahrheitsgemäße Angaben machen, sonst riskieren sie ihren vollständigen Versicherungsschutz“, sagt Roloff.

Kfz-Versicherung wechseln

Verbraucher können außerdem mit einem Versicherungswechsel Geld sparen. Der Wechselstichtag sei mit dem 30. November zwar bereits verstrichen, aber Versicherte hätten unter Umständen ein Sonderkündigungsrecht.

„Verbraucher haben immer dann ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht, wenn der Versicherungsbeitrag ohne eigenes Verschulden steigt“, erklärt Roloff. „Damit können sie auch nach dem 30. November in eine günstigere Kfz-Versicherung wechseln. Die Frist für die Sonderkündigung beginnt ab Erhalt der Beitragsrechnung.“

Ein Sonderkündigungsrecht besteht laut der Vergleichsplattform auch bei einer versteckten Beitragserhöhung. Diese liege vor, wenn der Beitrag sinke, aber nicht so kräftig, wie das dem Versicherten aufgrund einer besseren Schadensfreiheitsklasse zustünde. Hierauf müsse der Versicherer in der Beitragsrechnung hinweisen. (check24/eli)

***

Altersvorsorge-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und ist Ratgeber zu den Themen Vorsorge und Geldanlage.

ANG
Börse
Börse Fulminanter Start für Bitcoin-ETFs
27.02.2024

Die zu Jahresanfang in den USA eingeführten Bitcoin-ETFs verzeichnen hohe Zuflüsse. Das beflügelt zugleich den Preis von Bitcoin....

ANG
Geldanlage
Geldanlage Allzeithochs bei den großen Indizes: Jetzt investieren oder lieber warten?
27.02.2024

Zahlreiche Aktienindizes sind kürzlich auf Rekordhochs gestiegen, der deutsche DAX beispielsweise kletterte zuletzt auf ein Rekordhoch von...

ANG
Börse
Börse Börsen beruhigen sich - Dax mit frischem Rekord
27.02.2024

Der KI-Hype an den Aktienmärkten hält vorerst an, wobei die Kurse zuletzt recht konstant blieben. Bei US-Aktien zeigt sich ein gemischtes...

ANG
Geldanlage
Geldanlage EZB tritt Befürchtungen der Banken beim digitalen Euro entgegen
20.02.2024

Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht Sorgen unter Banken vor massiven Kontoabflüssen im Zuge der Einführung eines digitalen Euro...

ANG
Immobilien
Immobilien Studie - Preise für Wohnimmobilien 2023 in historischem Ausmaß gesunken
08.02.2024

Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind 2023 einer Studie zufolge so stark gefallen wie seit mindestens 60 Jahren nicht....

ANG
Vorsorge
Vorsorge SPD-Fraktion besteht bei Kinderfreibetrag-Reform auf höherem Kindergeld
16.02.2024

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat betont, dass für die größte Ampel-Regierungspartei eine Erhöhung des Kinderfreibetrages ohne ein...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Das Ifo-Institut befürwortet die Koppelung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung.
23.01.2024

"Einige unserer Nachbarländer haben das bereits beschlossen - die Niederlande, Schweden und Finnland", sagte Rentenexperte Joachim Ragnitz...

ANG
Karriere
Karriere Statistikamt - Frauen verdienen 18 Prozent weniger als Männer
31.01.2024

Frauen haben auch im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient als ihre männlichen Kollegen.