Karriere

Drei Viertel finanzieren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit

Lesezeit: 1 min
22.04.2024 10:23  Aktualisiert: 22.04.2024 10:23
Die meisten Erwachsenen in Deutschland verdienen ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch eigene Arbeit. Doch Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie bei eingewanderten Personen prägen die Einkommensquellen, wie das Statistische Bundesamt zeigt.
Drei Viertel finanzieren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit
Fast drei Viertel (76 Prozent) der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland finanziert ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch eigene Erwerbstätigkeit (Foto: dpa).
Foto: Christian Charisius

Die große Mehrheit der Erwachsenen in Deutschland bestreitet den Lebensunterhalt überwiegend durch eigene Erwerbstätigkeit. Auf gut drei Viertel (76 Prozent) der Personen im Haupterwerbsalter von 25 bis 64 Jahren treffe dies zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Das entspreche 34,5 Millionen Personen. Für acht Prozent dieser Altersgruppe war die Unterstützung durch Angehörige die Haupteinkommensquelle, etwa durch den Partner. Sechs Prozent finanzierten sich überwiegend durch Arbeitslosengeld I oder Bürgergeld. Weitere fünf Prozent bezogen Renten oder Pensionen, ein Prozent Elterngeld und drei Prozent sonstige Unterstützungen wie Sozialhilfe oder Krankengeld. Jede hundertste Person finanzierte sich überwiegend aus dem eigenen Vermögen, Kapitalerträgen oder Einkünften aus Vermietung und Verpachtung.

„Große Unterschiede hinsichtlich der Quelle für den überwiegenden Lebensunterhalt gab es zwischen Männern und Frauen“, hieß es. Während Männer im Alter von 25 bis 64 Jahren zu 83 Prozent die Mittel für den Lebensunterhalt aus ihrer eigenen Arbeit bezogen, traf dies auf nur 69 Prozent der Frauen zu. Frauen gaben dagegen zu 13 Prozent die Unterstützung durch Angehörige (Männer: zwei Prozent) und zu zwei Prozent Elterngeld (Männer: 0,1 Prozent) als überwiegenden Lebensunterhalt an. Geringere Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt es bei den anderen Einkommensquellen wie Arbeitslosengeld I und Bürgergeld.

Eingewanderte - also Menschen, die seit 1950 selbst nach Deutschland eingewandert sind - bestritten ihren überwiegenden Lebensunterhalt mit einem Anteil von zwei Dritteln (67 Prozent) seltener aus eigener Erwerbstätigkeit. Bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte sind es 80 Prozent. „Der Unterschied ist dabei besonders deutlich bei eingewanderten Frauen“, so die Statistiker. Von ihnen gibt nur gut die Hälfte (55 Prozent) die eigene Erwerbstätigkeit als überwiegende Quelle des Lebensunterhalts an. Bei Frauen ohne Einwanderungsgeschichte sind es 74 Prozent. Bei den Männern fiel der Unterschied zwischen Eingewanderten (78 Prozent) und Menschen ohne Einwanderungsgeschichte (85 Prozent) geringer aus.

„Hintergründe für die Abweichungen sind etwa Unterschiede bezüglich Alters- und Haushaltsstrukturen, beruflicher Qualifikation sowie der Ein- und Aufstiegschancen am Arbeitsmarkt“, erklärten die Statistiker. „Die Abweichungen fallen noch dazu je nach Herkunftsregion unterschiedlich aus.“ Deutliche geringere Unterschiede zeigen sich bei der zweiten Einwanderergeneration - also bei Kindern von Eltern, die beide seit 1950 eingewandert sind. (Reuters)

***

Altersvorsorge-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und ist Ratgeber zu den Themen Vorsorge und Geldanlage.

ANG
Vorsorge
Vorsorge Lindner - Kapitalmarktunion sollte Priorität neuer EU-Kommission sein
22.05.2024

Die künftige EU-Kommission sollte die Vollendung der Kapitalmarktunion in Europa zur Hauptaufgabe machen, fordert Bundesfinanzminister...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Chefin der „Wirtschaftsweisen“ fordert Politik zu Rentenreform auf
21.05.2024

Die Politik streitet derzeit vor allem über die Rente mit 63. Die Vorsitzende des Sachverständigenrats sieht einen breiten Konsens als...

ANG
Immobilien
Immobilien EZB - Banken können Spannungen im Wohnimmobilienmarkt meistern
21.05.2024

Die Banken im Euroraum bewältigen laut EZB die aktuellen Anspannungen auf dem Wohnimmobilienmarkt gut. Eine Prüfung der Hypothekenbücher...

ANG
Börse
Börse Dax: Anleger schielen auf Marke von 19.000
21.05.2024

In der neuen Woche bleibt die Marke von 19.000 Punkten im Dax im Fokus. Trotz jüngsten Rückenwinds schloss der Dax am Freitag bei...

ANG
Vorsorge
Vorsorge BDA-Chef Dulger - Rente mit 63 verschärft Fachkräftemangel
16.05.2024

Die Debatte um die Rente mit 63 gewinnt an Schärfe, während Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger vor den drohenden Folgen warnt. Mit dem...

ANG
Geldanlage
Geldanlage So erzielen Sie steuerfreie Kursgewinne!
16.05.2024

Deutsche Anleger bevorzugen häufig Steuersparmodelle wie „Geschlossenen Fonds“. Jedoch führen deren Bilanzen oft zu erheblichen...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Lindner im Haushaltsstreit - „Die Party ist vorbei“
14.05.2024

Im Zentrum des Haushaltsstreits der Bundesregierung stehen Forderungen der FDP nach finanzieller Zurückhaltung. Christian Lindner betont,...

ANG
Börse
Börse Europas Börsen nach Daten und Bilanzen stabiler
14.05.2024

Die aktuellen Konjunkturdaten, Hoffnungen auf Zinserhöhungen und solide Unternehmensbilanzen haben die Stimmung der Anleger in Europa...