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Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch

Lesezeit: 3 min
11.04.2021 21:20  Aktualisiert: 11.04.2021 21:20
Bitcoin hat am Wochenende einmal mehr Anlauf auf ein erneutes Rekordhoch genommen. Namhafte Investoren und die Hoffnung auf einen neuen Bitcoin-ETF sorgen für den jüngsten Kursgewinn. Im vergangenen Jahr ist der Bitcoin-Kurs um mehr als 800 Prozent gestiegen.
Hoffnung auf Bitcoin-ETF treibt Kryptowährung Richtung Allzeithoch
Im vergangenen September war ein Bitcoin für einen Preis von 10.000 Dollar vergleichsweise noch ein Schnäppchen. (Foto: Pixabay)

Nachdem sich der Kurs der Digitalwährung am Samstag auf der Handelsplattform Bitstamp bis auf weniger als 600 US-Dollar dem Rekordhoch von Mitte März von 61.781 Dollar genähert hatte, ging es am Sonntagmorgen zwar bis auf knapp 59.700 Dollar nach unten, die Bestmarke blieb damit aber in greifbarer Nähe – zumal größere Kursausschläge nach oben und unten keine Seltenheit sind (Update, 13. April: Am heutigen Dienstag war es so weit: Ein Bitcoin wurde auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweise bei 62.741 US-Dollar gehandelt und damit so hoch wie noch nie).

Seit dem Sprung auf das Rekordhoch Mitte März konsolidiert der Kurs der ältesten Digitalwährung zwischen rund 50.000 und etwa 60.000 Dollar. Ein Ausbruch auf ein neues Hoch könnte frischen Schwung verleihen.

Die Hoffnung auf eine baldige Zulassung eines Bitcoin-ETFs in den USA ist für Analyst Timo Emden vom gleichnamigen Researchhaus ein Grund, warum der Kurs so nach oben ausgeschlagen ist. „Sollte die US-Aufsichtsbehörde SEC einen ETF durchwinken, wäre dies ein weiterer Meilenstein in der Geschichte von Bitcoin und Co. auf dem Weg zur Mainstream-Akzeptanz“, zitiert das Handelsblatt den Experten.

Bitcoin und Co. profitierten zudem in den vergangenen Monaten vor allem von dem zunehmenden Interesse aus der Wirtschaft und von Investoren. Unternehmen wie der Elektroautohersteller Tesla, der Bezahldienst Paypal oder das Kreditkartenunternehmen Visa ließen ausgewählte Digitalwährungen als Bezahlmittel zu oder starteten entsprechende Pilotprojekte. Das Interesse einiger Vermögensverwalter und Fonds hat ebenfalls deutlich zugenommen.

Notenbanker und Finanzregulierer blicken derweil weiter kritisch auf Digitalwährungen und warnen unter anderem vor der Möglichkeit einer missbräuchlichen Verwendung sowie vor Stabilitätsgefahren für die Finanzmärkte. Sorgen vor eine strengeren Regulieren konnten den Kurs nicht dauerhaft drücken – abgesehen von kleineren Rücksetzern ist dieser seit Herbst vergangenen Jahres auf einem Höhenflug. So hatte ein Bitcoin Ende September noch 10.000 Dollar gekostet.

Mittlerweile bringt es der Bitcoin den Angaben von Coinmarketcap zufolge auf eine Marktkapitalisierung von gut 1,1 Billionen Dollar. Damit ist die älteste Kryptowährung zugleich auch die mit Abstand größte. Hinter dem Bitcoin rangiert die Digitalwährung Ether mit einer Marktkapitalisierung von derzeit knapp 246 Milliarden Dollar auf Rang zwei.

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Bitcoin schwächelt: Ende des Bullenmarkts oder Chance zum Einstieg?

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