Börse

Faule Äpfel im Depot: Das sind die größten „Kapitalvernichter“

Lesezeit: 1 min
28.03.2022 19:13  Aktualisiert: 28.03.2022 19:13
Etliche börsennotierte Unternehmen machen ihren Aktionären wenig Freude, so die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Auf der Liste finden sich auch Dax-Unternehmen.
Faule Äpfel im Depot: Das sind die größten „Kapitalvernichter“
Die „faulen Äpfel“ sollten als Warnsignal verstanden werden. (Foto: iStock.com/OZANKUTSAL)
Foto: OZANKUTSAL

Zu den größten „Kapitalvernichtern“ der vergangenen Jahre zählt die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) das Biotech-Unternehmen Epigenomics, den Online-Händler Windeln.de und den Wettanbieter Bet-at-home . Auch bekanntere Unternehmen wie Thyssenkrupp und die Lufthansa sowie vier Dax -Konzerne finden sich auf der 50 Unternehmen umfassenden Negativliste für 2021, die die DSW am Montag vorstellte.

„Insgesamt bleibt es ein Warnsignal, das man als Aktionär ernstnehmen sollte, wenn eine der Gesellschaften, die man im Depot hat, auf einer DSW-Watchlist auftaucht“, mahnte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. „Gerade die Unternehmen, die bereits vor der Corona-Krise angeschlagen waren, finden sich in einer besonders prekären Situation wieder. Die Probleme potenzieren und vertiefen sich. Dies nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass mit dem von Russland gegen die Ukraine geführten Angriffskrieg schon die nächste massive Krise da ist.“

Bekannte Top-Flops

Bei den Flops landete zum zweiten Mal in Folge Epigenomics auf Platz eins. Die Aktie des auf die Entwicklung von Technologien zur Erkennung von Krebs spezialisierten Unternehmens verlor sowohl auf Sicht von einem Jahr (minus 81 Prozent) als auch drei Jahren (minus 95 Prozent) und fünf Jahren (minus 98 Prozent) deutlich an Wert. Lediglich im Fünf-Jahres-Zeitraum wurde Epigenomics noch von der Zweitplatzierten Windel.de SE überboten: Aktionäre, die deren Anteilsscheine so lange im Depot hatten, verloren mit einem Minus von 99 Prozent fast ihren kompletten Einsatz.

Auf der Liste, die auch Dividendenzahlungen berücksichtigt, finden sich zudem eine ganze Reihe bekannter Namen: etwa der Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp (Platz 19), der Elektronikhändler Ceconomy (20) und Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa (24). „Nicht mehr dabei ist dagegen die Deutsche Bank , die über etliche Jahre fast schon zum Inventar gehörte“, stellte die DSW fest.

Das erste von vier Unternehmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) findet sich in diesem Jahr auf Platz 29 der Liste der „Kapitalvernichter“: der Klinik- und Medizinkonzern Fresenius. Ebenfalls dabei aus der ersten deutschen Börsenliga auf der unrühmlichen Liste sind Henkel (32), Bayer (36) und Continental (38).

***

Altersvorsorge-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und ist Ratgeber zu den Themen Vorsorge und Geldanlage.

ANG
Geldanlage
Geldanlage EZB tritt Befürchtungen der Banken beim digitalen Euro entgegen
20.02.2024

Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht Sorgen unter Banken vor massiven Kontoabflüssen im Zuge der Einführung eines digitalen Euro...

ANG
Immobilien
Immobilien Studie - Preise für Wohnimmobilien 2023 in historischem Ausmaß gesunken
08.02.2024

Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind 2023 einer Studie zufolge so stark gefallen wie seit mindestens 60 Jahren nicht....

ANG
Vorsorge
Vorsorge SPD-Fraktion besteht bei Kinderfreibetrag-Reform auf höherem Kindergeld
16.02.2024

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat betont, dass für die größte Ampel-Regierungspartei eine Erhöhung des Kinderfreibetrages ohne ein...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Das Ifo-Institut befürwortet die Koppelung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung.
23.01.2024

"Einige unserer Nachbarländer haben das bereits beschlossen - die Niederlande, Schweden und Finnland", sagte Rentenexperte Joachim Ragnitz...

ANG
Karriere
Karriere Statistikamt - Frauen verdienen 18 Prozent weniger als Männer
31.01.2024

Frauen haben auch im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient als ihre männlichen Kollegen.

ANG
Börse
Börse Zinszweifel setzen Goldpreis zu
06.02.2024

Die Erwartung vorerst hoch bleibender Zinsen drückt den Goldpreis.

ANG
Immobilien
Immobilien Studie - Abwärtstrend bei deutschen Immobilienpreisen gestoppt
06.02.2024

Der Abwärtstrend bei den Immobilienpreisen in Deutschland ist einer Studie zufolge gestoppt. Von Oktober bis Dezember 2023 seien die...

ANG
Geldanlage
Geldanlage Notenbankchef der Slowakei hält Zinssenkung im Juni für wahrscheinlicher als im April
31.01.2024

Der Notenbankchef der Slowakei, Peter Kazimir, geht momentan eher von einer ersten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juni...