Geldanlage

Finanzministerium will Freibetrag auf 10908 Euro erhöhen

Lesezeit: 3 min
31.10.2022 13:37
Künftig sollen Einnahmen nach Ansicht des Bundesfinanzministeriums bis zu einem Betrag von 10908 Euro steuerfrei bleiben.
Finanzministerium will Freibetrag auf 10908 Euro erhöhen
Bald schon könnte der Grundfreibetrag erneut angehoben werden. (Foto: Pixabay)

Das Bundesfinanzministerium will steuerpflichtige Bürgerinnen und Bürger im kommenden Jahr stärker als bisher geplant entlasten. Der Grundfreibetrag, also das Einkommen, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss, soll um 561 Euro auf 10 908 steigen, wie es am Montag aus Kreisen des Bundesfinanzministeriums hieß. Der steuerliche Kinderfreibetrag soll demnach um 404 Euro auf 6024 Euro erhöht werden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. 2024 soll der Freibetrag für die rund 48 Millionen Steuerpflichtigen erneut steigen.

Damit geht das Finanzministerium noch einen Schritt weiter als ursprünglich geplant. Das Kabinett hatte Mitte September beschlossen, den Grundfreibetrag auf 10 632 Euro anzuheben - der neue Wert liegt somit 276 Euro höher.

„Wenn der Regelsatz des Bürgergelds im Januar steigt, dann muss auch der Grundfreibetrag bei der Lohnsteuer steigen“, sagte Finanzminister Christian Lindner (FDP) der "Bild". „Die Menschen, die Sozialleistungen beziehen, und die arbeitenden Steuerzahler verdienen gleichermaßen Fairness.“

Hintergrund der steuerlichen Entlastungen ist die hohe Inflationsrate. Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern, weil sie sich für einen Euro weniger leisten können. Außerdem führen sie zur sogenannten kalten Progression. Darunter versteht man eine Art schleichende Steuererhöhung: Man zahlt weiter hohe Steuern, obwohl die Kaufkraft aufgrund der Inflation sinkt

***

Altersvorsorge-neu-gedacht.de ist eine Publikation von Bonnier Business Press Deutschland und ist Ratgeber zu den Themen Vorsorge und Geldanlage.

ANG
Börse
Börse Fulminanter Start für Bitcoin-ETFs
27.02.2024

Die zu Jahresanfang in den USA eingeführten Bitcoin-ETFs verzeichnen hohe Zuflüsse. Das beflügelt zugleich den Preis von Bitcoin....

ANG
Geldanlage
Geldanlage Allzeithochs bei den großen Indizes: Jetzt investieren oder lieber warten?
27.02.2024

Zahlreiche Aktienindizes sind kürzlich auf Rekordhochs gestiegen, der deutsche DAX beispielsweise kletterte zuletzt auf ein Rekordhoch von...

ANG
Börse
Börse Börsen beruhigen sich - Dax mit frischem Rekord
27.02.2024

Der KI-Hype an den Aktienmärkten hält vorerst an, wobei die Kurse zuletzt recht konstant blieben. Bei US-Aktien zeigt sich ein gemischtes...

ANG
Geldanlage
Geldanlage EZB tritt Befürchtungen der Banken beim digitalen Euro entgegen
20.02.2024

Die Europäische Zentralbank (EZB) versucht Sorgen unter Banken vor massiven Kontoabflüssen im Zuge der Einführung eines digitalen Euro...

ANG
Immobilien
Immobilien Studie - Preise für Wohnimmobilien 2023 in historischem Ausmaß gesunken
08.02.2024

Die Preise für deutsche Wohnimmobilien sind 2023 einer Studie zufolge so stark gefallen wie seit mindestens 60 Jahren nicht....

ANG
Vorsorge
Vorsorge SPD-Fraktion besteht bei Kinderfreibetrag-Reform auf höherem Kindergeld
16.02.2024

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat betont, dass für die größte Ampel-Regierungspartei eine Erhöhung des Kinderfreibetrages ohne ein...

ANG
Vorsorge
Vorsorge Das Ifo-Institut befürwortet die Koppelung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung.
23.01.2024

"Einige unserer Nachbarländer haben das bereits beschlossen - die Niederlande, Schweden und Finnland", sagte Rentenexperte Joachim Ragnitz...

ANG
Karriere
Karriere Statistikamt - Frauen verdienen 18 Prozent weniger als Männer
31.01.2024

Frauen haben auch im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient als ihre männlichen Kollegen.